Liebe Leserinnen und Leser,

mein Foto kommt Ihnen bekannt vor und Sie fragen sich, ob Ellen Sandberg etwa Inge Löhnig ist? Ja, das haben Sie richtig erkannt! Denn Ellen Sandberg ist ein Pseudonym. Doch weshalb schreibt eine bekannte Autorin plötzlich unter einem zweiten Namen?

 

Es hat mit Genres, Lesererwartungen und Standbeinen zu tun. Bekannt geworden bin ich mit der Krimireihe um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort. Viele meiner Leser greifen mittlerweile blind zu, wenn sie sehen, dass es einen neuen Roman von mir gibt, denn sie erwarten sich eine Begegnung mit Dühnfort. Doch das ist nicht immer der Fall und dann bekomme ich Emails von enttäuschten Lesern, die ihn vermissen. Denn: Wo Inge Löhnig draufsteht, ist Dühnfort drin. Das scheinen sich viele von Ihnen zu erwarten.

 

Und nun habe ich mit „Die Vergessenen“ nicht nur einen dühnfortfreien Roman geschrieben, sondern für mein zweites literarisches Standbein auch noch ein anderes Genre gewählt, den spannenden Familienroman. Zwei Standbeine, zwei Genres, zwei Verlage. Da bot sich der zweite Name fast von selbst an.

 

„Die Vergessenen“ ist mein Herzensbuch, das ich zehn Jahre mit mir herumgetragen habe, bevor ich es schreiben konnte. Los ging es mit einer Zeitungsnotiz im Jahr 2005. Zielfahnder des LKA- Baden-Württemberg waren sechzig Jahre nach Kriegsende einem untergetauchten Nazi-Arzt auf der Spur und ich habe mich gefragt, welche Strafe es für diesen Mann nach so langer Zeit noch geben könnte. Mein Interesse war geweckt und ich begann zu recherchieren, was aus den NS-Tätern nach dem Krieg geworden war.

 

Ich habe in Archiven gesucht und im Internet. Ich habe stapelweise Bücher gelesen, mit zahlreichen Menschen gesprochen, Museen besucht und mehr als einmal Tränen der Wut und des Mitleids vergossen. Und ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, in dem ich wusste, dass ich über die vergessenen Opfer der NS-Euthanasie schreiben will.

 

Das war, als ich vor dem ehemaligen Hungerhaus für Männer der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar stand und es in meiner Vorstellung plötzlich Sommer 1944 war und ein Mann herausgeschlurft kam, nur mit Unterhemd und Schlafanzughose bekleidet. Hager, unrasiert, mit eingefallenen Wangen und hungrigem Blick blieb er vor einer jungen Krankenschwester stehen, die gerade des Wegs kam. Er nahm Haltung an, salutierte und knallte die Hacken mit den Filzpantoffeln zusammen. „Unteroffizier Franz Singhammer. Veteran des Ersten Weltkriegs. Verwundet an Kopf und Seele an der Somme, melde gehorsamst: Ich bin vollständig zum Essenfassen angetreten.“

 

Er würde nichts zu Essen bekommen, denn er gehörte zu den selektierten „Ballastexistenzen“, die verhungern sollten, da sie keine nutzbringende Arbeit leisten konnten. Es sei denn, die Krankenschwester, wäre keine, die bei diesem perfiden Spiel mitmacht, sondern es vielleicht boykottierte. Würde sie das tun? Das ware n die Gedanken, die mir in diesem Moment durch den Kopf gingen. Die ersten Ideen für „Die Vergessenen“. Ich hoffe, es ist mir gelungen, diese Menschen für eine Weile dem Vergessen zu entreißen und ihre Schicksale lebendig werden zu lassen.

 

Herzlichst Ihre

Die Vergessenen

1944: Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an  und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

 

MÜNCHEN, 2013: Manolis Lefteris ist ein Mann für besondere Aufträge. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...

Foto: Frank Bauer / Penguin

Das sagen buchhändler über "Die vergessenen"

„Toller Roman, Spannung, Atmosphäre, unser eigenes Kapitel dunkler Vergangenheit! Hat mich großartig unterhalten. Musste das Buch in einem Rutsch weglesen, konnte es nicht mehr aus der Hand legen!“

Königshardter Buchhandlung

„Ein spannendes, gescheites Buch, das sich wie ein Krimi liest und doch viel mehr ist.“

Welsch Bücher erleben

„Dieses Buch ist unwahrscheinlich gut geschrieben und geschichtlich exzellent recherchiert. Ich freue mich darauf, es den Kunden empfehlen zu können.

Buchhandlung Eselsohr

„Innerhalb von 2 Tagen habe ich den Krimi "Die Vergessenen" verschlungen. Ein wirklich gelungenes Debut, das ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte beleuchtet. Spannend, interessant, kurzweilig.“

Heinrich Hugendubel GmbH & Co. KG

„Ein solches Buch hat lange gefehlt … Ungesühnte Kriegsverbrechen belasten bis in unsere Generation ganze Familien. Und die, die Zeugnis ablegen könnten, werden immer weniger. Deshalb ist es an der Zeit jetzt die Dinge offen auszusprechen, Mahnmale zu schaffen, die an die Menschlichkeit ap­pellieren. Mit diesem Roman hat Ellen Sandberg den Vergessenen ein Denkmal gesetzt. Ich wünsche diesem Buch viele Leser!“

Suter Erlesen lnh. Heike Suter, Kölliken

Lesungen

Buchpremiere „Die Vergessenen“

Donnerstag, 18. Januar 2018

in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Veranstalter: Buchhandlung Kempter, Tel. 08102 – 45 51

Veranstaltungsort: Feuer & Stein

Rosenheimer Straße 2

85635 Höhenkirchen Siegertsbrunn

 

Detaillierte Infos folgen.

 

 

Mittwoch, 7. Februar 2018

in Dinklage

Buchhandlung Diekmann

Am Markt 2

49413 Dinklage

Tel. 04443 / 96 18 64

Kontakt

 

Wenn Sie mich für eine Lesung buchen wollen, wenden Sie sich bitte an Jule Menig vom Penguin Verlag,

jule.menig@randomhouse.de
Tel. +49 89 41 36 37 04

 

Presseinformationen erhalten Sie von Katharina Eichler

katharina.eichler@randomhouse.de

Tel. +49 89 41 36 37 92

 

Mich erreichen Sie am besten per eMail:

post@inge-loehnig.de

 

Meine andere Seite finden Sie hier

www.inge-loehnig.de

 

Wer ist Ellen Sandberg?

ELLEN SANDBERG ist das Pseudonym einer erfolgreichen Münchner Autorin, deren Kriminalromane um den Münchner Ermittler Konstantin Dühnfort regelmäßig auf der Bestsellerliste stehen. Die Autorin arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete.

 

Mit dem groß angelegten Spannungs- und Familienroman ‚Die Vergessenen’ schlägt sie einen neuen schriftstellerischen Weg ein und widmet sich dabei einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der jüngeren Vergangenheit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.